Durchtauchtechniken

Der Weg ins Line Up ist beschwerlich und anstrengend. Wem es schon öfter passiert ist, dass er, endlich im Line Up angekommen, keine Kraft mehr zum Snpaddeln der nächsten Welle bzw. für den nächsten Take-Off hatte, der sollte sich die folgenden Zeilen mal durchlesen.

Eine gute Technik hilft, hier Kräfte zu schonen.

Die folgenden drei Tipps sind elementar wichtig und Voraussetzung dafür, dass die nachfolgenden Techniken richtig angewendet werden:

Maximale Geschwindigkeit

Paddele mit maximaler Geschwindigkeit auf die entgegenkommende Schaumwalze zu. Je schneller Du paddelst, desto mehr Energie setzt Du der Welle entgegen und verlierst somit weniger Raum.

Senkrechter Winkel

Paddele so auf die herannahende Walze zu, dass Du in einem 90-Grad-Winkel zu ihr bist, denn: Je weniger Angriffsfläche Du der Welle bietest, desto weniger wird sie Dich zurückwerfen.

Timing

Die im Folgenden beschriebenen Techniken sind darauf ausgelegt, dass Du sie so kurz wie möglich vor den herannahenden Weißwasserwalzen ausführst.Führst Du sie zu früh aus, wird automatisch einer der o.g. Tipps verletzt, und Du verlierst wesentlich mehr Raum als Du müsstest.


Techniken

1.) Liegestütz (geeignet für Schaumwalzen bis ca. 30 cm)

Kurz bevor die Schaumwalze Dich erreicht, machst Du einen Liegestütz (Hände in Brusthöhe) auf dem Board, so daß die Schaumwalze zwischen Dir und Deinem Board passieren kann. Danach ablegen und weiterpaddeln.

2. ) Ablegen (für Schaumwalzen bis ca. 50cm geeignet)

Kurz vor der Walze fassen beide Arme das Board im vorderen Drittel. Zieh Dich in Richtung Brettnase und lege Deinen Kopf dabei seitlich auf dem Board ab. Wichtig ist dabei, dass der Kopf wirklich festen Kontakt zum Board hat, denn das wird er in der Schaumwalze so oder so. Nachdem die Walze über Dich und Dein Board hinweg ist, ablegen und weiterpaddeln.

Copyright: Toun, Sascha, Floh

3.) Halbe Eskimorolle (für Schaumwalzen ab 50 cm: jenseits von Gut und Böse geeignet)

Dies ist sicherlich die schwierigste jedoch auch effektivste Methode zum Überwinden von Schaumwalzen, dies gilt für alle Boards deren Länge über die eines Shortboards hinausgeht.

Kurz vor der herannahenden Walze, greifen beide Hände im vorderen Drittel des Boards.

Anschließend laß Dich seitlich vom Brett rollen, das Board jedoch in festem Griff, so dass Du wie ein Treibanker unter dem Board hängst während die Walze über Dich hinwegrollt.

Ist die Walze vorüber, sieh zu so schnell wie möglich zurück aufs Board zu kommen und wieder maximale Geschwindigkeit aufzunehmen.

4.) Duckdive

Der Duckdive, die Königsdisziplin der Durchtauchtechniken, eignet sich nur für Shortboards und Boards gleicher Länge, da andere Bretter zuviel Volumen haben, um diese Technik ausführen zu können.

Ähnlich der Liegestütztechnik, wird hier zunächst mit den Armen ein Liegestütz durchgeführt, welches beim Shortboard den Effekt hat, das die Nose eintaucht.

Jetzt wird mit einem Knie das Tail unter Wasser gedrückt, so dass  das Board, wenn die Walze kommt, idealerweise parallel zur Wasseroberfläche positioniert ist. Während die Walze über Dich hinwegrollt, sollte Dein Kopf nicht mehr aus dem Wasser ragen.

Ist die Walze genau über Dir, kicke mit dem Knie auf das Tail so dass Du im Idealfall die Orbitalbewegung der Welle ausnutzt, und beim Durchtauchen so gut wie keine Strecke verlierst.

Auch wenn Ihr all die o.g. Techniken nach Eurem besten Vermögen ausführt, werdet ihr aller Wahrscheinlichkeit nach, immer noch mehr Raum verlieren als ihr eigentlich wollt.

Also nicht verzagen, wenn es trotzdem anstrengend bleibt, Ferien auf dem Ponyhof sind das nun mal nicht….

Copyright: Toun, Sascha, Floh