Surfreviere

Ok, der nächste Surftrip steht an, und Du weißt nicht wohin?
Dann bist Du hier genau richtig! Zuerst einmal musst Du Dich entscheiden: Beachbreak oder Reefbreak?

Der Beachbreak

Beachbreaks finden sich überall auf der Welt, um einige Beispiele zu nennen:

Atlantikküste Europas, Marokko usw.

Charakteristisch für einen Beachbreak ist, dass die Wellen hier über sandigem Untergrund brechen.

Die Sandbänke, über denen die Wellen brechen, sind oft mehrere hundert Meter lang und werden lediglich durch Channels unterbrochen (vgl. Strömungen).

Da Sand leicht beweglich ist, sorgt die Energie der Wellen zum einen für eine ständige Veränderung des Untergrunds. Im Klartext heißt das, auch wenn Du jedes Jahr an den gleichen Strand zum Surfen fährst, werden sich die Sandbänke jedes Mal wieder verschoben haben.

Zum anderen hat die ständige Bewegung des Sandes durch das Wasser den Effekt, dass der Untergrund meistens sanft ansteigt.

Extrembeispiel ist hierfür das Wattenmeer bzw. die Nordsee, im Vergleich zu anderen Ozeanen ist sie wesentlich flacher. Diese Untiefe hat zur Folge, dass sich Swells oft an vorgelagerten Sandbänken brechen, also einen Teil ihrer Energie abgeben.

Dies bedeutet, dass die Wellen eines Beachbreaks meistens nicht annährend so hohl brechen wie die eines Reefbreaks.

Bei hohen Wellen ist mit starker Strömung zu rechnen, da die Channels die einzige Ablaufmöglichkeit für das Wasser bieten.

copyright: www.wavetours.com

Der Reefbreak

Riffe können aus Korallen, Vulkangestein und Felsen bestehen oder aber auch künstlich angelegt sein. Sie befinden sich zum größten Teil im Pazifik und Indischen Ozean.

Anders als beim Beachbreak ist der Untergrund hier kein Sand und somit nicht beweglich, sondern steigt stattdessen oft sehr steil an.

In der Nähe Hawaiis ist das Meer z.T. mehrere Kilometer tief. Der Swell verliert also vorher keine Energie und trifft ungebremst auf das Riff.

Das hat zur Folge, dass die Wellen hier sehr hohl und auch wesentlich schneller brechen als die eines Beachbreaks.

Abseits der Riffe ist das Wasser oft ungleich tiefer, was bedeutet, dass dort keine Wellen brechen. Somit fällt das anstrengende Paddeln ins Line Up wesentlich leichter als beim Beachbreak.

Surfen eines Reefbreaks ist jedoch zugleich mit einem höheren Risiko verbunden, da Stürze auf hartem, manchmal auch scharfem Riff um einiges mehr schmerzen als jene auf Sand…

Gerade bei Riffen empfehlen wir, sich vor dem Surfen genauestens zu erkundigen, ob der Wasserstand ausreichend ist bzw. wann sich jenes Riff surfen lässt.

Pointbreak

Am Pointbreak läuft die Hauptswellrichtung immer in einem bestimmten Winkel vorbei, so dass sich die Welle aufgrund der Kohäsionskraft um die jeweilige Landmasse schält (siehe Bild).

Hier ist es möglich: direkt ins Line up einzusteigen

Ritte bis zu 400 m zu habenden Weg am Strand zurücklaufen.

Das einzige Problem an einem Pointbreak ist manchmal, dass zumeist sämtliche Locals der Umgebung vor Ort sind.

Reiseziele

Surfen lässt sich generell an jedem Küstenabschnitt, der an einem der drei großen Ozeane liegt.

Sicher es gibt Surfspots sogar in Italien und an der Nordsee (z. B. auf Sylt und an der holländischen Nordseeküste), jedoch ist hier ein guter Swell eher selten zu finden. Die klassischen “Nahziele” für mitteleuropäische Wellenreiter sind deswegen die franzöisische Atlantikküste und die Kanaren.

Vergleich

Reefbreaks bieten qualitativ bessere Wellen, bringen jedoch auch ein höheres Verletzungsrisiko mit sich, sind daher eher für fortgeschrittene Surfer zu empfehlen. An alle jetzt traurigen Anfänger: Keine Panik! Surfgrößen wie Kelly Slater sind an madigsten Beachbreaks aufgewachsen, und wenn Ihr diese erst mal beherrscht, findet Ihr Euch in besseren Bedingungen nur noch besser zurecht…